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Wartungsarbeiten

Kurzer Hinweis: Die Seite wurde gerade auf einen neuen Server migriert, der jetzt mit PHP 5 und MySQL 5.1 läuft. Das ist sehr schön, aber hat ein paar Probleme verursacht, die ich demnächst beheben werde. Also bitte nicht wundern.

Tags: Keine Vorhanden

28. Dezember 2009 um 04:09 0 Kommentare

Bildungsstreik - Impressionen

Heute war der Haupttag des Bildungsstreiks, und ich hatte zu der Hauptkundgebung um 13:00 gerade Zeit. Natürlich wollte ich für die interessierten auch mal ein paar Fotos machen.

Der Aachener Theaterplatz war wirklich voll.

Die Veranstaltung wurde vom ursprünglichen Ort, dem Elisenbrunnen, wegen eines wohl sehr plötzlich entstandenen Marktes auf den Theaterplatz verlegt. Was mich erstaunt hat ist, wie viele Leute da waren. An der RWTH hatte ich nicht den Eindruck, dass der Streikaufruf viel Widerhall hatte, aber der AStA der FH hat das ganze durchweg unterstützt. Nach Polizeiangaben waren es 2500 Personen, was mir nicht unrealistisch vorkommt.

Die Leuten hielten Schilder hoch.

Protestschilder waren zum größten Teil im Stil von Comic-Sprechblasen, aber allgemein nicht furchtbar weit verbreitet.

Die Leute machen sich auf den Weg

Gegen 13:30 ging der Protestzug durch die Aachener Innenstadt los.

Sie laufen weiter

Die Anführer des Trupps. Neben der Polizei, die die Straßen absperrte, fuhr noch ein Begleitauto mit das wohl irgendwie zu den Protestlern gehörte, aber das fand ich langweilig.

Schilder warben für die Revolution

Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Schild ernst gemeint war. Die Partei Die Linke hat sich aber sehr, sehr schnell mit den Hörsaalbesetzern solidarisch erklärt…

Ein Schild ist für reiche Eltern

Von allen Schildern gegen Studiengebühren gefiel mir dieses am besten. Abwandlung davon waren mehrmals vorhanden, hier hatte ich nur das beste Bild.

Ein Schild mit typischen Comic-Schimpfwörterzeichen

Mein absolutes Lieblings-Schild. Und Leute, die sich über Fotografen freuen.

Wir sind immer noch am Posthof

Das war dann das Hinterende der Prozession. Nicht sehr spannend, aber sonst wollte das ja keiner dokumentieren. Für Bus-Fans, beachte den Doppelgelenkbus im Hintergrund.

Ich musste dann weg, zu einer Vorlesung (ja, ich streike nicht, ich beobachte nur), aber ich war noch rechtzeitig zur Abschlusskundgebung vorm Dom da, wo es leider nicht so einfach möglich war, gute Bilder zu machen.

Es gab eine Bühne, organisiert von der FH.

Inhaltlich war nichts wirklich neues da. Die Besetzung vom Fo3 ist aber seit heute morgen zu Ende, da die Hochschule dem Wunsch der Besetzer nachgekommen ist, ihnen einmal die Woche einen Raum zum debattieren und so zu geben.

In anderen Nachrichten, auch in Braunschweig gibt es Besetzungen. Nebenbei, Björn, gibt es eine Möglichkeit bei dir direkt auf einen Artikel zu verlinken, und zwar so dass der Link funktioniert so lange der Post da bleibt? Wenn nein, dann schaff mal eine.

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17. November 2009 um 22:28 0 Kommentare

Besetzung oder Kaffeekränzchen

Seit gestern hat auch die RWTH Aachen einen besetzten Hörsaal wo Leute für bessere Studienbedingungen demonstrieren, also dachte ich mir, ich gehe mal hin und dokumentiere, was ich dort so sehe.

An das Kármánn-Auditorium wurde ein Banner gehängt, auf dem Bildungsstreik steht

Außerhalb des Hörsaals ist praktisch nichts los, außer dem Banner natürlich. Der tatsächliche Bildungsstreik findet am 17. November statt, in Aachen mit Kundgebung um 13:00 am Elisenbrunnen, wenn ich das richtig mitbekommen hab. Mal schauen, ob ich davon auch berichten werde. Erst mal was anderes aber.

Als Hörsaal für die Besetzung hat man sich den Fo3, einen der vielen im Kármánn-Auditorium, ausgesucht. Das halte ich persönlich fü eine schlechte Wahl, denn der Hörsaal ist recht klein und seine Besetzung stört nur wenige Leute.

Fo2 hat drei mal so viele Sitzplätze, Fo1 fast das sechsfache

Quelle: Hörsaalübersicht der RWTH Aachen für Bereich Mitte

Der Hintergrund davon ist anscheinend, dass die Fachschaft 7/I eine außerordentliche Vollversammlung angemeldet hatte und dafür diesen Hörsaal erhielt und dann einfach dort blieb. Das macht zwar Sinn, aber trotzdem wirkt es etwas komisch, wenn man alle 20.000 Studenten der RWTH aufruft, sich in solch eine Sardinenbüchse zu zwängen.

Und so sieht das ganze dann in echt aus:

Die Wände sind mit gelben Plakaten dekoriert. Ein Sofa und ein Haufen Snacks sind auf dem Rednerpult. Die allermeisten Sitze sind leer. Auf die Tafeln sind ein paar Slogans gemalt

Als ich da war war nichts los, mit Ausnahme von einigen Leuten (wie mir) die immer mal wieder hineinschauten, sich wunderten und dann wieder gingen. Laut aktuellen Nachrichten auf Twitter wurde in dem Saal bevor ich da war und nachdem ich wieder gegangen bin viel wichtige Arbeit und Diskussionen geführt, da hatte ich wohl gerade Pech.

Was soll man nun davon halten? Ich halte davon relativ wenig. Grundideen wie die Abschaffung von Studiengebühren, bessere Studienorganisation, weniger überfüllte Hörsäle und mehr Stipendien, dagegen habe ich nichts einzuwenden. Aber ist das beste Mittel dafür wirklich, die anderen Kommilitonen zu nerven? Es gibt tatsächlich Leute, die dann noch darauf kommen, sich darüber zu beschweren, dass manche Studenten in dem Hörsaal lieber etwas lernen würden. Ist überhaupt Lehre nicht allgemein besser als gar keine Lehre?

Dass die Hochschulleitung der RWTH das Problem kennt sollte ja eigentlich auch bekannt sein. Betrachten wir doch das Beispiel der überfüllten Hörsäle mal: Die Baustelle hinterm Super-C, das werden neue Hörsäle, und es ging gerade ein Architekturwettbewerb für ein neues Hörsaalzentrum in unmittelbarer Nähe zum Audimax zu Ende. Das Problem ist Geld, welches vom Land kommt, und dass heißt im Zweifelsfall in Düsseldorf protestieren.

Aber selbst, wenn man meint, man hätte am meisten Erfolg die Lehre zu verbessern in dem man sie gewaltig stört: Mir fällt es schwer, eine so furchtbar kleine Aktion wie diese hier (im Vergleich zur Größe der Uni) ernst nehmen zu nehmen.

Update

In den Kommentaren wurde behauptet, dass keine Veranstaltungen durch das sogenannte Dauerplenum ausgefallen sind. Allerdings gibt es Berichte von Veranstaltungen, die tatsächlich ausgefallen sind, und auch die Kármán-Hochschulzeitung berichet von einer Höhere-Mathematik-Übung, die so nicht statt finden konnte und deren Teilnehmer und Dozenten statt dessen zu einer Debatte eingeladen wurden. Das betrachte ich persönlich auch als eine Störung der Lehre.

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13. November 2009 um 12:21 5 Kommentare

Einzelne Anweisung, Mehrere Daten

Eine sehr interessante Technologie für Videospiele ist SIMD, ausgeschrieben Single Instruction Multiple Data, d.h. eine Anweisung, aber viele Daten. Ein Beispiel dafür ist, dass man fast überall eine Position ändern muss, was zum Beispiel so aussehen kann:

positionX += zeit * geschwindigkeitX;
positionY += zeit * geschwindigkeitY;
positionZ += zeit * geschwindigkeitZ;

Das += heißt hier erhöhe den Wert links um den Wert rechts. Damit sind dies sechs Berechnung, bestehend aus drei Additionen und drei Multiplikationen, und man kann überschlagsmäßig behaupten, dass sie sechs Zeiteinheiten brauchen. Mit SIMD wird daraus im Pseudocode folgendes:

position += zuVektor(zeit) * geschwindigkeit;

Die beiden Variablen sind hier Vektoren, bestehend jeweils aus mehreren Komponenten (üblicherweise 4). Abgesehen von dem zuVektor-Dingens (was man oft beseitigen kann) sind wir hier auf nur zwei Operationen herunter, um den selben Effekt zu haben, und brauchen auch nur zwei Zeiteinheiten, da die Additionen und Multiplikationen jetzt parallel geschehen.

Verschiedene Versionen von SIMD sind Altivec bei PowerPC-Prozessoren, die ganzen SSEs bei Intel und, und hier wird es interessant, NEON auf ARM-Prozessoren. ARM-Prozessoren stecken in so ziemlich allem, aber unter anderem sind sie auch die CPUs im iPhone und dem iPod Touch. Die ersten beiden Generationen des iPod Touch sowie des iPhones (iPhone und iPhone 3G) verwenden einen sogenannten ARMv6 Prozessor ohne NEON. Das iPhone 3GS und der dritte iPod Touch aber verwenden einen ARMv7 “Cortex”-Prozessor, der NEON hat.

Apple gibt dies nirgendwo, auch für Entwickler nicht, zu, aber wenn man den Anweisungen auf http://monkeystylegames.com/?p=82 folgt, dann kann man tatsächlich NEON-Code erzeugen, der die ganzen Vorteile ausnutzt und auf dem iPhone funktioniert. Wenn man auch eine Nicht-NEON-Version des Codes hat (die ich sowieso schon hatte), dann kann man Code für sowohl einen reinen ARMv6 als auch für den Erweiterungen des ARMv7 übersetzen lassen und erhält, wie zuletzt bei der PowerPC-zu-Intel-Umstellung, eine Universal Binary die auf beidem läuft. Bei meinem Eisenbahnsimulator geht das prima.

Ob ich es aber tatsächlich einsetzen werde ist eine andere Frage. Es vergrößert erst mal das Programm geringfügig (im Augenblick um etwa 80 kB, aber das kann noch mehr werden) und natürlich muss man auf beidem testen. Da ich aber sowieso derzeit nicht plane, unterschiedliche Spiele für alte und neue Geräte zu machen, habe ich keinen echten Vorteil, denn das iPhone 3GS ist auch ohne diesen Code schon deutlich schneller als jedes ältere Gerät. Zu guter letzt hilft es mir aber sowieso kaum: Die meiste Energie verwendet das Programm beim Rendern, was von der Grafikkarte erledigt wird. Die Teile, die ich mit NEON optimiert hatte, waren weder vorher noch hinterher in irgend einer Form kritisch. Insgesamt also eher ein nettes Forschungsprojekt als tatsächlich etwas sinnvolles.

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18. Oktober 2009 um 19:17 0 Kommentare

Die Weichen sind gestellt

Die Universität ist wieder in vollem Gange, weshalb mein Fortschritt jetzt etwas langsamer wird, was sich auch nicht so schnell bessern wird. Trotzdem habe ich jetzt eine ganze Reihe netter Features eingebaut, und damit ist es Zeit für ein neues Video!

Das zu konvertieren und die passendend Tags für alle Browser zu erstellen erwies sich als erstaunlich schwierig. Falls es in irgend einem Browser nicht läuft, bitte ich daher um einen Hinweis! Wie immer ist das Video mit dem Simulator gemacht, weil ich keine wirklich tolle Methode kenne, den Bildschirm des laufendend iPhones aufzunehmen.

Was ist aber nun genau neu? Folgendes:

  • Allgemeines Fahren funktioniert (noch ohne konkrete Physik dahinter aber), auch um Kurven, was deutlich aufwändiger war als ich erwartet hätte.
  • Als Teil davon gibt es jetzt auch voll funktionstüchtige Weichen, inklusive Anzeigen der Richtung in der sie gerade stehen.
  • Auf der Grafikseite gibt es jetzt einen Himmel statt dem langweiligen Grau.
  • Darüber hinaus ist auch die Textur der Landschaft anders und detaillierter geworden, in dem ich zwei Bilder nehme: Ein großes, grobes für die allgemeinen Farben, und ein kleines, fein strukturiertes (aber ständig wiederholtes), dass dieses modifiziert, um den Eindruck von einer großen aber detaillierten Textur zu erhalten (natürlich nicht meine Idee, die meisten Spiele mit großer Landschaft gehen so vor).

Insgesamt bin ich ziemlich zufrieden bis jetzt, aber natürlich noch lange nicht fertig.

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17. Oktober 2009 um 22:16 4 Kommentare

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